* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt




Webnews







Ethiker fordern IVF-Verbote bei Alkohol, Übergewicht und Rauchern

Frauen, die nicht bereit sind, ihren Alkoholkonsum zu reduzieren, sollten nicht f?r eine In-vitro-Fertilisation (IVF) oder andere Formen der k?nstlichen Befruchtung zugelassen werde. Dies fordert eine Arbeitsgruppe der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) in Human Reproduction Journal (2010; doi: 10.1093/humrep/dep458).

 

Aber auch stark ?bergewichtige Frauen und Raucherinnen sollten vor der Behandlung ihre Lebensgewohnheiten ?ndern, finden die Ethiker. Nach ihren Angaben k?nnten dann viele repromedizinische Behandlungen ?berfl?ssig werden. Die negativen Auswirkungen des m?tterlichen Alkoholkonsums f?r das werdende Kind sind eindeutig. Alkohol erh?ht nicht nur die Rate von Fehlgeburten. Auch viele ausgetragene Kinder leiden sp?ter lebenslang unter den Folgen des Fetalen Alkoholsyndroms.

 

F?r die "Task Force on Ethics and Law" um Wypo Donberg von der Universit?t Maastricht ist dies ein ausreichender Grund, um Frauen mit Alkoholproblemen von einer repromedizinischen Behandlung auszuschlie?en. Beim ?bergewicht f?llt die Stellungnahme weniger eindeutig aus. Zwar gibt es Hinweise, dass die Mutter durch ihr ?bergewicht dem werdenden Kind schadet. So entwickeln ?bergewichtige Schwangere doppelt so h?ufig wie Normalgewichtige einen Gestationsdiabetes. Bei einer morbiden Adipositas ist das Risiko sogar achtfach erh?ht. Kinder von adip?sen M?ttern haben ein erh?htes perinatales Sterberisiko, und auch die Rate von Fehlbildungen wie Neuralrohrdefekten (um 80 Prozent) oder kardiovaskul?re Anomalie (30 Prozent) ist gesteigert.

 

Doch reicht dies aus, ?bergewichtigen Frauen eine reproduktionsmedizinische Behandlung vorzuenthalten? Eine kategorische Ablehnung spricht die Task Force nicht aus. F?r die Behandlung von Frauen mit schwerer oder morbider Adipositas m?ssten jedoch "spezielle Gr?nde" vorgebracht werden, um eine k?nstliche Befruchtung ethisch zu rechtfertigen, finden sie. Auch m?tterliches Rauchen schadet dem Kind. In Studien war es mit einem niedrigeren Geburtsgewicht, einem erh?hten Risiko auf Spaltbildungen im Kieferbereich und im ersten Lebensjahr mit einem pl?tzlichen Kindstod assoziiert.

 

Die Task Force leitet daraus jedoch nicht die Forderung ab, Raucherinnen von einer Behandlung auszuschlie?en. Diese sollten aber ebenso wie ?bergewichtige und Alkohol-trinkende Frauen aufgefordert werden, ihren Lebensstil zu ?ndern. Viele w?rden sich dann vermutlich auch ohne Hilfe der Mediziner ihren Kinderwunsch erf?llen k?nnen. Bekannt ist, dass Alkohol die Chancen auf eine Befruchtung und die Austragung der Schwangerschaft vermindert. ?bergewicht hat ?ber hormonelle und metabolische Einfl?sse ebenfalls negative Auswirkungen auf die Fertilit?t, und Raucherinnen sind nach Auskunft der Task Force doppelt so h?ufig infertil wie Nichtraucherinnen. Auch ihre Partner k?nnen einen Beitrag leisten, da die Hoden von Rauchern weniger Spermien produzieren, die au?erdem von schlechterer Qualit?t sind

24.1.10 19:24
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung